Canna Neuigkeiten, Hinweise, Spezialitäten
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Im Frühjahr Boden kalken
Damit die Gartenerde auf Dauer nicht versauert, sollte sie regelmäßig gekalkt werden. Ein saurer Boden kann verdichten und an die Pflanzen einige wichtige Nährstoffe nicht mehr abgeben. Das Ausbringen des Kalkes erfolgt am besten auf trockenem Boden, bei bedecktem Himmel und sollte jeweils im Frühjahr vorgenommen werden. Kalk macht Erde locker und krümelig.
Geschwister-Pflanzen erkennen sich
Nach wissenschaftlichen Untersuchungen erleiden Pflanzen der absolut gleichen Art Stress, die im Boden unmittelbar nebeneinander stehen, sobald sie nicht von derselben Mutter abstammen. Befinden sie sich jedoch, als unmittelbare Nachbarn, in Kübeln, Töpfen oder Bottichen, tritt dieser Effekt nicht auf. Daher liegt die Vermutung nahe, dass ein hormoneller oder chemischer Informationsaustausch, über die Wurzeln im Erdreich, eine solche Reaktion hervorruft. Während sich die Geschwister erkennen und nachweislich besser entwickeln, betrachten sich die nahen Verwanden offenbar als Konkurrenten.
Um die Abbildungen vergrößert dargestellt zu sehen, klicken Sie einfach auf das jeweils von Ihnen ausgewählte Foto.
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| Diese kurze Fotofolge soll exemplarisch den Unterschied zwischen Geschwistern und Verwanden veranschaulichen. Trennt man beispielsweise ein einzelnes Rhizom der Sorte „Cleopatra“ in zwei Teile, so handelt es sich logischerweise um Geschwister, in diesem Fall sogar um Zwillinge, mit Abstammung von derselben Mutter (Topf 1). Werden zwei Wurzelstöcke der Sorte „Cleopatra“ von unterschiedlichen Müttern ausgepflanzt, dreht es sich um Verwandte (Topf 2). Gleiches gilt genau so für aus Samen gezogene oder vorgetriebene Gewächse, auch wenn sie einzeln ihr junges Leben in Töpfen verbrachten. |
Website für Hobbygärtner
Vor einigen Monaten bin ich auf eine Seite gestoßen, die mir besonders gut gefiel, auch wenn sie nicht unmittelbar etwas mit der Canna-Zucht zu tun hat. Die „Kleingärtnerin“ vermittelt auf leicht verständliche Weise sehr viele Informationen, welche sich sowohl allgemein, als auch in sehr präzisen Einzelheiten um den Garten sowie die darin notwendigen Arbeiten drehen. Auch dort findet man immer wieder eingespielte Aktualisierungen, die ganz offenbar jeweils den Jahreszeiten angepasst werden. Für meine Begriffe ein ideales Nachschlagewerk für Hobbygärtner. Deshalb möchte ich Ihnen diesen Link nicht vorenthalten.
Cannas diverse Empfindlichkeiten
So wie jeder Mensch auf unwirtliche Einflüsse unterschiedlich reagiert, geschieht das bei den Canna-Pflanzen gleichfalls. Da gibt es ziemlich robuste Arten und auf der anderen Seite genauso recht sensible. Staunässe, Unter- bzw. Überdüngung, starke Lehmböden, Luft- oder Sonnenmangel, mögen beispielsweise fast alle nicht. Doch manchmal genügen schon kleinere Ortswechsel sowie eine andere Erdmischung, um deren Wohlbefinden zu ermöglichen. Man muss halt herausfinden, welche Bedingungen die eine oder andere Sorte mag. Darüber hinaus gibt es Cannas, die nur ganz wenige verwertbare Rhizome entwickeln, dafür aber jede Menge Samenkerne. Andrerseits wieder solche, die handhaben es genau umgekehrt. Haufenweise Wurzelstöcke, dafür aber kaum oder gar keine Samen. Die ganz großzügigen Spezies hingegen sind weniger geizig und produzieren reichlich beides. Welche Kontraste ein kleiner Standorttausch oder eine differenzierte Düngergabe bewirken kann, sollen einmal stellvertretend die beiden nachfolgenden Bilddokumente aufzeigen.
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| Bei der Canna "Florence Vaughan" handelte es sich im ersten Foto um eine Pflanze, die 2008 in relativ festem Boden und ziemlich schattig aufwuchs. In diesem Frühjahr bekamen ihre Rhizome einen sehr sonnigen Platz sowie eine reichlich wasserdurchlässige und luftige Erdmischung. Wie das zweite Bild zeigt, dankte dieses Exemplar mit einem besonders kräftigen Wuchs und zugleich auch mit seiner bestmöglichen Farbbrillanz. |
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| In diesem Fall handelt es sich um die Canna "Saladin", deren hell besprenkeltes Blütenblatt, in so mancher Internetpräsentation, fälschlicherweise als Virusbefall tituliert wird. Allein durch eine verminderte Gabe von stickstoffhaltigem Dünger (Hornspäne), konnte das Erscheinungsbild (Foto 1), erheblich gemindert werden (Foto 2). Die Sorte "Saladin" befindet sich schon etliche Jahre im Bestand vom Canna-Paradies. Und nun mal ehrlich? Würden Sie diesem prächtigen Exemplar (Foto 3) einen Virus andichten wollen? |
Blumenrohr und die Hygiene
Damit die Canna-Zucht zu gesunden Sämlingen sowie Pflanzen führt, ist ein ganz wesentlicher Punkt die Hygiene. Insbesondere gebrauchte Töpfe oder Gießkannen des Vorjahres sind ordentlich zu säubern. Meistens werden solche Gefäße im Frühjahr aus Kellern, Gartenhäuschen, Gewächshäusern oder vom Balkon geholt und ohne gründliche Reinigung erneut benutzt. Darin können aber inzwischen Krankheitserreger, Pilzsporen oder andere Schädlinge vorhanden sein, die sich in Wurzel- sowie Erdresten eingenistet haben und mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Hartnäckig harren sie dort aus, bis ihnen eine Neubepflanzung eine frische Nahrungsquelle bietet. Abhilfe schafft vorweg bereits im Winter eine ordentliche Grundreinigung, am besten mit einer Wurzelbürste und sehr heißem Wasser. Ganz speziell beim Umtopfen junger Pflanzen, für die ein derartiger Umzug ohnehin schon jede Menge Stress bedeutet, sollte die Reinlichkeit ihres neuen Wohnortes ein absolutes Muss sein. Besonders wichtig ist auch die regelmäßige Säuberung jedweder Gießbehälter. Ganz speziell dort lauern die Pilzkrankheiten auf ihre künftigen Opfer.
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| Saubere Gefäße sind auch im Umgang mit Canna-Pflanzen das A und O für eine gesunde Entwicklung. So sollten die Behältnisse auf jeden Fall nicht aussehen! |
Canna Hygiene im Kübel oder Bottich
Wer seine Blumenrohr-Pflanzen in Kübeln oder Bottichen seit dem Herbst in ihrer Ursprungserde überwintern ließ und sie im Frühjahr vom Dachboden, aus dem Keller oder der Garage holt, wird oft feststellen müssen, dass diese bereits, durch den Lichtmangel, frische lange sowie dünne Triebe gebildet haben. Besteht also weiterhin keine Absicht des Umtopfens, gelten auch hierbei bestimmte Hygienemaßnahmen. Da sich an solchen weichen Schösslingen gern Schädlinge wie Schild- oder Blattläuse bzw. die weiße Fliege ansiedeln oder bereits haben, sind diese Sprosse komplett zu entfernen. Anschließend erhalten die Behältnisse einen hellen Standort etwa im Gewächshaus oder Wintergarten. Sollten derlei Möglichkeiten nicht gegeben sein, können sie auch tagsüber raus, müssen aber abends wieder rein geschleppt werden. Ganz nach draußen dürfen Canna-Kübel erst nach den Eisheiligen.
Beispiel: Resultat aus Canna Samen
Hier hatte ich aus einer Samenkapsel der Sorte Achira, die gerade einmal drei Samenkerne enthielt, alle Perlen entnommen. Die Pollenübertragung hatten offenbar Insekten erledigt. Nun wollte ich wissen, was sich nach der Aussaat aus diesen Samen für Pflanzen bilden. Entwickeln sie sich alle der Mutterpflanze gleich oder gab es Varianten? In welcher Form griffen hier die Gesetze der Mendelschen Vererbungslehre? Das Resultat erkennen Sie schon an den sehr unterschiedlichen Formen der Rhizome und mindestens genauso gravierend an den deutlich abweichenden Blütenballen.
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| Drei Samen aus derselben Mutterpflanze! Drei verschiedene Rhizomformen! Drei differierende Blütenformen! Drei nuancierende Blütenfarben! Ein doch sehr aufschlussreiches Ergebnis! |
Bemerkung zur Blumenrohr Sorte "Stuttgart"
Die Canna Sorte Stuttgart ist eine der ganz wenigen Pflanzen ihrer Art, die im Halbschatten gehalten werden müssen. Bei direkter Sonnenbestrahlung können die weißen Pigmente im Blatt dieser Variante verbrennen, da sie besonders empfindlich sind. Danach erscheinen einige Blattelemente braun und welk. Außerdem sei angemerkt, das die „Stuttgart“ auch eine jener Arten ist, die erst relativ spät im Jahr ihre Blütenpracht entfalten.
Cannas überwintern im 5-Liter Topf
Eine weitere Erfahrung bezüglich der Überwinterung von Cannas konnte ich jüngst während des Besuchs eines niederländischen Canna-Zucht-Betriebes mitnehmen. Dort werden die aus dem Boden gebuddelten Canna-Pflanzen, samt Erdballen, in 5-Liter Töpfe umgebettet. Den Blatttrieb schneidet man sechs Zentimeter über dem Topfrand ab und stapelt die Behälter, während des gesamten Winters, übereinander, bei einer Raumtemperatur von 8 bis 10 Grad Celsius. Diese Methode habe den Vorteil, dass sich während der Wintermonate in den Töpfen schon eine große Anzahl neue Wurzeln an den Rhizomen entwickeln, so wurde mir erklärt. Als Resultat sei dann im Frühjahr bereits ein wesentlicher Vorsprung für das Vortreiben im Gewächshaus gegeben.
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Canna im Freiland überwintern
In Regionen, in denen normalerweise keine harten Nachtfröste vorkommen, ist es unter bestimmten Umständen sogar möglich, die Rhizome in der Erde zu lassen. Dazu wird ein Mörtelkübel genommen, mit Laub oder Stroh gefüllt und anschließend einfach über den Rest der abgeschnittenen Schäfte gestülpt.
Den Rand anschließend mit etwas Erde anhäufeln. So können sie mitunter auch längere Frostphasen bis cirka – 6 Grad überstehen.
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Kurzzeitiger Nachtfrost
Vor leichten Nachtfrösten, die gelegentlich auch schon einmal während des Monats September auftreten, kann man vorübergehend eine Plane über die Stauden legen. Das hat den Vorteil, dass man die Pflanzen anschließend durchaus noch einige Wochen draußen lassen kann.
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Professioneller Anbau von Cannas im Bild
Gleichfalls können Sie Bilder vom indischen Blumenrohr betrachten, wie es beispielsweise auf der "Horn-Canna-Farm" in Oklahoma beruflich angebaut, geerntet und verwertet wird.
Klicken Sie auf die Canna Farm Far Eastland und Sie sehen Abbildungen wie das indische Blumenrohr auf den Philippines in Reihe und Glied gehalten wird.
Katalog von Canna Bezeichnungen
Mein polnischer Interessen-Kollege Marek Busiakiewicz hat auf seiner Homepage eine Auflistung zusammengestellt, die weltweit die häufigsten Canna Namen nennt. Diese lässt sich entweder nach Canna Blütenfarben, Canna Blattfarben, Canna Größen sortiert aufrufen oder aber einfach nur in alphabetischer Reihenfolge. Falls Sie dann auf eine der umfangreich angezeigten Canna Bezeichnungen klicken, sehen Sie nicht nur das dazu gehörende Foto, sondern auch noch eine Reihe von Informationen.
Klasse Canna Bilder
Auf der Seite von Bernard Yorke, im australischen Queensland, finden Sie wunderschöne Canna Aufnahmen. Sie sind von ausgesprochen exotischer Schönheit und nicht minder einfallsreicher Namensgebung.
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